Über mich

Mein Name ist Christina Rößler. Ich wurde am 04.07.1967 in Berghausen im Siegerland geboren. Seit 2005 lebe ich mit meiner kleinen Familie in Berlin. Mit meiner Petition möchte ich mich für bessere Bedingungen in medizinischen Behandlungen für Traumabetroffene nach sexuellem Missbrauch einsetzen. In vielen Behandlungen mangelt es in Bezug auf den Umgang mit dem Thema sexueller Missbrauch an spezifischen Fachfortbildungen, langjährigen Erfahrungen, sowie der Kostenübernahme spezieller Traumatherapien. Die Wartezeiten für ambulante oder stationäre Therapien sind zu lang und gravierende Missstände, die Patientenrechte verletzen, müssen vermieden werden.
Durch die Eingabe vieler Vereine und privaten Einzelkämpfern am runden Tisch Berlin, plant die Regierung nun verschiedene Maßnahmen, wie Gutscheine für Behandlungen (bitte lesen Sie dazu sämtliche Neuigkeiten bei dem Missbrauchbeauftragten Berlin nach). Der runde Tisch in Berlin war zunächst für die Opfer der Kirche und der Heimkinder vorgesehen. In meinen persönlichen schriftlichen Stellungnahmen an die voherige Missbrauchbeauftragte Frau Dr. Bergmann habe ich immer wieder auf die Wichtigkeit hingewiesen auch an die Inzestopfer in Familien zu denken, was der Beauftragten am Ende sehr am Herzen lag. Die Kirche hat eine große öffentliche Lobby und ist deshalb auch ständig in den Schlagzeilen, die Macht der Kirche wird dadurch erkennbar. Inzestopfer haben nicht die gleiche Macht, wie die großen Institutionen, da der Missbrauch in den Familien stattfand, bzw. stattfindet.
Die Kostenübernahme der Therapien ist ein großer Schritt in Bezug auf Hilfeleistungen durch die Regierung, jedoch sollten diese auch ohne größere Verzögerungen für Betroffene eingesetzt werden können. Ohne langfristige, stabilsierende Maßnahmen, wird es vielen Betroffenen nicht möglich sein die Kraft für weitere Kämpfe aufzubringen, wie eine Anzeige gegen den Täter/die Täter (bei Erinnerungen an diese), Opferentschädigungsanträge, Schmerzensgeldkämpfe etc. Entschädigungen werden wahrscheinlich weiter von Aktivisten erkämpft werden müssen.
Trauma Betroffene sind nicht nur mit dem Trauma selbst konfrontiert, sondern müssen oft auch noch alltägliche zustätzliche Traumen in Kauf nehmen, weil alte Strukturen in Ämtern, Behörden, Krankenkassen und anderen Einrichtungen nicht aufgehoben werden. Zum Schutz und zum Wohl und um ReTraumatisierungen zu vermeiden braucht es überall enstprechende Richtlinien.
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Ihre/Eure Christina Rößler