Filme
„Angeklagt“
mit Jodie Foster in der Hauptrolle
Jodie Foster wird das Opfer einer Vergewaltigung. Unter den frenetischen Anfeuerungsrufen zahlreicher Barbesucher wird die junge Sarah mehrmals vergewaltigt. Sie gerät nur unfreiwillig in die für sie prekäre Situation. Angesichts des angeblich provozierenden Verhaltens des Opfers lässt sich die ehrgeizige Staatsanwältin (Kelly McGillis) auf einen Deal ein und klagt die Täter lediglich der Körperverletzung an. Doch damit ist Sarah erneut entwürdigt. Die Staatsanwältin rollt den Fall wieder auf. Allerdings sitzen diesmal die Zeugen auf der Anklagebank. Für ihre überragende Darstellung als Vergewaltigungsopfer wurde Jodie Foster mit dem Oscar ausgezeichnet. Jodie Foster in einer ihrer besten Rollen.Einfühlsam, realistisch und sehr überzeugend spielt sie den Part der vergewaltigten Sarah. Der Film ist nichts für zart Besaitete. Er beeindruckt durch seine schonungslose Realität. Man weiß, dass sich solche Sachen in der Realität ereignen und ist schockiert über die Emotionslosigkeit der Täter. Auf den Film sollte man sich emotional vorbereiten ,denn es handelt sich definitv nicht um Unterhaltung für zwischendurch. Ein ergreifendes Meisterwerk. --Mario Kischporski
„Durchgeknallt“
mit Angelina Jolie in der Hauptrolle
Susanna (Winona Ryder) wird im Film mit „Borderline Persönlichkeitsstörung" etikettiert, eine Diagnose, die bekanntermaßen mindestens ebenso schwammig und vieldeutig ist, wie ihre eigenen Gefühle. Während Angelina Jolie die Bad-Girl-Stationssoziopathin gibt, erlebt Ryder eine Odyssee von verwundbarer Ängstlichkeit über Selbstwahrnehmung bis hin zur Heilung. Da die gesamte Besetzung eigentlich nichts zu wünschen übrig lässt, ist dieses Drama trotz aller Kritik sehenswert, auch wenn bereits bekanntes Territorium betreten wird. Und obwohl es Durchgeknallt letztlich an dramatischer Tiefe mangelt, verdeutlicht der Film dennoch schmerzlich,wie fließend die Grenzen zur psychischen Dysfunktion in einer Welt sind, in der eigentlich jeder ab und zu mal ein bisschen verrückt spielt. --Jeff Shannon
Aufgrund eines psychologischen Gutachtens eines Freundes der Familie wird Susanna Kaysen (winona ryder) nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch Ende der 60er Jahre in eine Psychtrische Anstalt gebracht. Ohne die Chance auf Gegenwehr gehabt zu haben, findet sie sich in einer ausweglosen Situation wieder. Sie, die eigentlich mit völlig normalen Ängsten und Sorgen zu kämpfen hat, wird weggesperrt, entmündigt und erniedrigt. Die Therapie die sie erhält ist eine Farce. Täglich soll sie mit Tabletten ruhig gestellt werden, doch die nimmt sie nicht. Das einzige was ihr halt gibt, ist die Solidarität der Patienten untereinander. Trotz der kleinen vordergründigen Streitigkeiten findet sie neue Freundinnen, die in ihrem eigenen Mikrokosmos der Anstalt einen Weg gefunden haben, sich durchzuschlagen. Vorallem Lisa (Angelina Jolie hat ihren oscar verdient), wird ihr zu einer treuen Freundin. Doch je tiefer die Beziehungen zu den anderen werden, umso größer wird auch die Gefahr.Durch die leitende Psychologin (Vanessa Redgrave) und der Krankenschwester Valerie (Whoopi Goldberg), gelingt es ihr auf den richtigen Weg zurückzufinden.
In jeder Szene spürt man, daß der Film auf Authobiographischen Erlebnissen basiert. Nie hätte man die Charaktere und Situationen sonst genauer zeichnen können. Wie in der Roman-vorlage von Susanna Kaysen, wird auch in der Verfilmung die Wut über die Machtlosigkeit gegen das System und die zwei verlorenen Jahre deutlich. Der ganze Irrsinn des Heilanstaltbetriebes wird hier unverfälscht offengelegt. Regiesseur James Mangold geht es nicht darum Mitleid zu erregen, sondern vielmehr einen Einblick zu verschaffen, in dem all die Schwächen und liebenswerten Seiten der Patienten gezeigt werden. Was bleibt ist das Entsetzen über die unwürdige Behandlung. „Durchgeknallt" ist mit Sicherheit einer der besten Filme, die zu diesem Thema gemacht wurden. Großartig ist, die im Knochenjäger noch etwas blaße, Angelina Jolie in ihrer Rolle. Der Oscar hätte an niemand anders gehen dürfen. Doch auch Winona Ryder macht sich ausgezeichnet.
„ Die Jury“
In der Kleinstadt Clanton im amerikanischen Bundesstaat Mississippi wird die schwarze, zehnjährige Tonya Hailey von zwei betrunkenen, weißen Männern brutal vergewaltigt. Als die beiden Männer zu einer ersten Anhörung in das Gerichtsgebäude geführt werden, erschießt sie Tonyas Vater, Carl Lee Hailey. Das Gerichtsverfahren, das daraufhin gegen Carl Lee Hailey eingeleitet wird, gerät zum Sensationsprozess. Als Schwarzer, der es wagt, im amerikanischen Süden Lynchjustiz an den weißen Peinigern seiner Tochter zu üben, erwartet ihn das Todesurteil. Der gerade von der Universität gekommene junge Anwalt Jake Brigance übernimmt diesen Fall. Der Staatsanwalt ist ebenso ehrgeizig wie er selbst und macht es nicht einfach für den jungen Anwalt. Hinzu kommen noch eine teils rassistisch eingestellte Jury und der für tot gehaltene Ku-Klux-Klan. Jedoch schafft er es zusammen mit der Jura-Studentin Ellen Roark, dem erfahrenen Scheidungsanwalt Harry Rex Vonner und seinem Lehrer Lucien Willbanks die Jury zu überzeugen und Carl Lee Hailey mit großem Beifall aller anwesenden Schwarzen freizusprechen.
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