Trauma PDF
Unter dem Begriff DIS (so die heutige diagnostische Bezeichnung) verstehen medizinische Profis eine „Dissoziative Identitäts-Störung". Ich selbst, wie viele Betroffene und Therapeuten sehen dies als eine „Dissoziative Identitätsstruktur" an. Über Strukturen allgemein zu sprechen finde ich als Betroffene von sexuellen Missbrauch, sehr viel angenehmer. Die gravierende äußere Gewalteinwirkung war traumatisierend und kann somit als der störende Faktor verstanden und bezeichnet werden, was für mich heißt, das nicht der Mensch als solches eine Störung hat. Man kann bei den Persönlichkeitsstörungen insofern nicht von einer Krankheit sprechen, auch wenn aus dieser mannigfaltige Beeinrächtigungen entstehen können. Es ist für mich, so wie für viele Betroffene, eine Leistung der eigenen Heilung, die viele aus sich selbst hervor bringen und das in höchst traumatisierenden Momenten. Betroffene verfügen über sehr viele Kraftressourcen.
Mit freundlicher Genehmigung
Quelle: Traumapädagogik
Text von Martin Kühn
Das Essener Trauma Inventar (ETI)
Klinikum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Rheinische Kliniken Essen
Universität Duisburg-Essen
Quelle: Weisser Ring