Ich befreie mich
Meine Befreiung sehe ich darin, das ich mein Selbstbestimmungsrecht geltend mache und mich gegen übliche Verfahrensweisen wehre. Schliesslich muss man anfangen Dinge anders zu handhaben als bisher, wenn sich wirklich was ändern soll. Das rate ich auch anderen, die sich nicht länger mit den üblichen Verfahrensweisen zufrieden geben wollen. Das heißt für mich jedoch nicht, das ich daran interessiert bin das gesamte System der Psychiatrie oder Psychologie abzuschaffen, nein, sondern Sie anders zu gestalten. Natürlich ist die Zwangspsychiatrie, wie sie oftmals betrieben wird absolut falsch, aber man darf nicht vergessen, das es auch positive Beispiele gibt, die nur selten erwähnt werden und die Menschenleben gerettet haben.
Es geht maßgeblich darum, präventive Maßnahmen vor jeder Behandlung zu erwirken. Wenn ich damals nicht in einer Klinik stabilisiert worden wäre, dann weiss ich nicht, wie es danach weiter gegangen wäre. Es geht darum menschenfeindliche und herabwürdigende Behandlungen zu kritisieren und abzuschaffen, die Patientenrechte verletzen und den Patient sein Mitbestimmungsrecht nicht streitig zu machen.
Denn ich weiss das es richtig ist !!!
Beispiele
1. Anfrage nach den Fachfortbildungen der jeweiligen Behandler in allen Bereichen
2. Bestätigung eines schriftlichen Nachweises über die Aufklärungspflicht
3. Anforderung sämtlicher Behandlungsunterlagen und zwar in schriftlicher Form
4. Wahrung des Mitbestimmunsgrechts in jeder Behandlung
Dies betrifft sämtliche Abläufe
5. Wehren gegen Fehlbehandlungen
6. Beschwerden einreichen
Das Bewusstsein über andere Schritte habe ich auch über die Psychiatrieerfahrenen erhalten, auch wenn ich in vielen Punkten nicht deren Meinung teile, denn ich bin nicht der Meinung, das es keine psychischen Probleme gäbe, denn das ist eine Lüge. Man stelle sich einmal vor, wie es sein würde, wenn ich abstreiten würde, das ich bedingt durch den sexuellen Missbrauch erlebte posttraumatische Beschwerden so hinstellen würde, als hätten sie nicht exsistiert, das wäre fatal. Zudem würden sämtliche Betroffene nicht begutachtet werden, die später Ihre Rechte für den Grad der GdB oder OEG geltend machen. Viele Patienten würden ohne die Hilfe von Psychologen den freien Tod wählen. Es ist also absurd eine solche Behauptung aufzustellen. Es geht vielmehr darum, neue Richtlinien zu schaffen und Wege gemeinsam mit Behandlern zu gehen, um Vertrauen zu schaffen und Verhaltensweisen zu ändern.Hier ist das Selbstbestimmungsrecht höchste Priorität in Behandlungen.