Gelöbnis
Was bedeutet Medizin?
Das Wort Medizin kommt aus dem Lateinischen (ars medicina) und wird auch Heilkunst genannt. Sie ist die Lehre der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten. Die Medizin erforscht die Beschaffenheit und Funktion des menschlichen Körpers im gesunden und kranken Zustand. Die Erhaltung und Wiederherstellung der bestmöglichen Gesundheit ist hier von Bedeutung. Die Lehre der Heilkunst wird auch Iatrik genannt (aus dem griechischen stammend). Es bedeutet ärztliche Kunst oder ärztliches Handwerk, häufiger im Zusammenhang wie "iatrogen" oder "psychiatrisch".
Was bedeutet Therapie?
Das Wort Therapie bezeichnet den Diener (Therápon). Peter Peterson spricht von einer Herzmitte der leiblichen Begegnung in der Therapie. Jeder Patient braucht seine eigene Therapiemethode "integrale Methode", so Erikson. In der Begegnung zwischen Therapeut und Patient wird der Patient innerhalb des Prozesses eigene Arbeit leisten und auf dem Weg zu sich selbst sein, wobei der Therapeut ihn dabei unterstützt. Das Ergebnis ist jedoch nicht absehbar, allerdings ist die erste Beziehungsaufnahme entscheidend, ob der Patient Vertrauen entwickeln kann oder nicht.
Peterson, Peter 1994: Der Therapeut als Künstler. Paderborn. Junfermann
Gelöbnis
Die Genfer Deklaration (häufig auch als Genfer Gelöbnis bezeichnet) wurde im September 1948 auf der 2. Generalversammlung des Weltärztebundes in Genf, Schweiz verabschiedet. Sie soll eine zeitgemäße Version des Eids des Hippokates darstellen und wurde mehrfach revidiert (1968, 1983, 1994, 2005 und 2006).
Der Eid beginnt mit einer Schwurformel und der Anrufung der Götter. Das ärztliche Gelöbnis handelt von den Pflichten des Arztes. Die größte Bedeutung ist die Verpflichtung des Arztes sich um das Wohl des Patienten zu kümmern und es handelt von dem Gebot der Schadensvermeidung. Diese schlägt sich in der Haltung nieder (primum nil nocere). Die Verhaltensvorschriften beeinhalten, dass durch diese ein Missbrauch vermieden werden soll.
Jedoch ist festzustellen, dass Ethik und Moral bei Traumabetroffenen nach sexuellem Missbrauch vernachlässigt werden. Das Selbstbestimmungrecht des Patienten steht hierbei an oberster Stelle und muss in Zukunft verstärkt Einzug in medizinische/therapeutische Behandlungen nehmen.
Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich:
Mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten. Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich frei und auf meine Ehre.
Wiesing, Urban 2000: Ethik in der Medizin. Stuttgart. Philipp Reclam jun. GmbH&Co
Meine Erfahrung
Die fachliche Unkenntnis im Bereich Psychotraumatologie ist erheblich. Es mangelt an Sensibilität und Erfahrung in diesem speziellen Bereich (siehe Forderungen).
Ich habe feststellen müssen, dass Kassenpatienten sehr oft darauf verbal hingewiesen werden, dass der Arzt durch sie ja nichts mehr verdiene und man dann automatisch schlechter behandelt wird. Eine Abwertung findet hier statt, die in keiner Weise mit der ethischen Ausübung des Berufes Arzt zu tun hat. Die kranke Gesundheitspolitik baden beide Seiten aus, wobei der Patient im erheblichen Maß darunter zu leiden hat. Auch bei Anwälten wird oft darauf hingewiesen, dass wer einen Beratungsschein hat, ja nichts an diesen verdiene und automatisch wird dann der Fall entweder unzureichend behandelt, Verfahren werden unnötig in die Länge gezogen oder aber eingestellt. Erwartungen dürfte man also schon garnicht haben. Hier bin ich zum Großteil als eigene Anwältin in eigener Sache unterwegs, was heißt, dass ich Prozesse auch ohne Anwälte gewinnen konnte. Bei Medizinanwälten werden viele Patienten erst garnicht angenommen, weil Sie bedürftig sind.
Die Ethik und Moral von Ärzten/Therapeuten und Anwälten ist bei vielen als mangelhaft zu bewerten. Es gibt aber auch Gott sei Dank Ausnahmen!