Gesellschaft
Betroffene haben in vielen gesellschaftlichen Bereichen große Nachteile, die auch mit Diskriminierung, Demütigung oder neuer Gewalt einhergehen können. In vielen Bereichen sind Betroffene finanziell stark belastet, was gerade auch für Familien zum Tragen kommt. Es gibt jedoch auch Hilfe in Bereichen ohne die Betroffene nur schwer auskommen würden, was in jedem Fall zu betonen ist.
1.Umfeld
wie Familie,Verwandte, Bekannte, Freunde, Partner, Kindergarten, Schule, Vereine, Arbeitskollegen, andere
Beispiel Familie,Verwandtschaft
Eine intakte Familie wird sehr stark dazu beitragen, das Betroffene ein geschütztes Umfeld haben. In vielen Fällen ist das allerdings nicht der Fall, nämlich dann, wenn der Missbrauch in der Familie stattfindet (Inzest).
Das Verschweigen der Täter
Sexueller Missbrauch und das Schweigen über den/die Täter in einer Familie
ist für den Betroffenen ein Skandal. Der oder die Täter werden oft jahrelang geschützt, nicht aber der Betroffene.
Gerade in einem dörflichem Umfeld ist der sexuelle Missbrauch ein Nährboden für Täter.
Wer mit Lügen aufwächst sehnt sich nach der Wahrheit
In dem Dorf wo ich als Kind aufgewachsen bin (Niederlaasphe bei Bad Laasphe), habe ich schon früh in einem Umfeld gelebt, welches von Ausgrenzung bestimmt war. Das Schweigen über den/die Täter ist für mich das Schlimmste. Die Täter, weil ich von Tätern ausgehe, jedenfalls zeigen das die Teilerinnerungen und Alpträume, werden, obwohl den anderen bekannt, verschwiegen. Viele Betroffene leiden unter einer Teilamnesie (Teile fehlender Erinnerungen an das Ereignis). Wer den Täter kennt, kann diesen anzeigen, die den Täter nicht kennen, können das nicht. Wer über Täter schweigt, macht sich selbst schuldig, indem dieser den Täter in Schutz nimmt und nicht die Betroffenen. Aus Angst nach aussen die Stellung in der Öffentlichkeit zu verlieren, verschweigen diese lieber jahrelang den Täter. Die Betroffenen werden gemobbt, damit der Schein nach aussen gewahrt bleibt.
Kann Triggern
Bis heute habe ich noch keine Ahnung wer die Täter waren. Ich habe aber eindeutige Gefühlszustände von Ekel durch Küsse und Berührungen an intimen Stellen, die stattgefunden haben, Bilder von Orten in der Nacht, wo eine Gestalt im Schatten vor mir steht und ich diese nicht erkennen kann, von einem alten Bad, welches duster und abgelegen in einem Hinterhof liegt und wo die Tür hinter mir ins Schloss fällt (daher stammt meines Erachtens das Schulternackensyndrom), von Gerüchen wie selbstgemachter Pizza oder ekligen Parfüms, von mir als Kind, als ich auf einem Schoss sitze und der Täter sich an mir reibt...nach dem Tod meines Vaters jedoch sehe ich etwas klarer. Nachfolgend hatte ich Alpträume von einer Vergewaltigung, wo ich drei Menschen sah, aber ohne sie erkennen zu können.
Bis heute habe ich keine Ahnung, was mit meiner verstorbenen Cousine geschehen ist...Bis heute habe ich keine Ahnung, was mit meiner Tante geschehen ist...Bis heute habe ich jedoch eine Ahnung, das alle betroffen sind und nicht nur diese.
Keine Gnade allen Tätern, Hände weg von unseren Kindern, denn Betroffene haben lebenslänglich, Täter kommen oft mit einem blauen Auge davon.
2.Behörden
wie Arbeitsamt/JobCenter, Rententräger, Versorgungsämter, andere
In diesem Bereich haben Betroffene oft jahrelange Kämpfe bezüglich Antragstellungen, Widersprüchen und Klagen.Hier sollte es dringend zum Abbau der Bürokratie kommen.Bei den medizinischen und beruflichen Rehabilitationen braucht es eine starke Änderung in allen Belangen die Betroffene angeht.
Die Begutachtungen müssen hier nach den psychotraumatologischen Richtlinien stattfinden, nicht nach Aktenlage, was meistens der Fall ist, wie überall.
Wenn man kämpfen kann, so meine Erfahrung, dann unterstützt der DRV Bund die eigenen beruflichen Interessen. Man braucht aber einen langen Atem!
3.Krankenkassen
Die Krankenkassen sollten endlich die Traumatherapien zahlen und sich verstärkt für Traumabetroffene einsetzen.
MDK
Diese Gutachterstellen benötigen dringend psychotraumatologisch fortgebildete Gutachter.
4.Gerichte
Vornehmlich die Sozialgerichte sind hier wichtig. In den meisten Fällen unterstützen diese Betroffene bei der Durchsetzung Ihrer Rechte, jedenfalls meine eigene Erfahrung. Andere Gerichte die im Zusammenhang mit dem Zivilrecht stehen, habe ich selbst noch nicht erlebt, insofern kann ich hier darüber keine Angaben machen, ich weiss aber, das bei Arzthaftungsprozessen eine großer Kampf für Betroffene bevorsteht.
5.Anwälte
Anwälte sind oft unabdingbar. Ich konnte bislang meistens gute Erfahrungen sammeln.
Einen Anwalt für Medizinrecht zu finden, ist allerdings eine große Hürde. Hier wird einem schnell aufgezeigt, das wenn man finanziell schlecht dasteht, Mandate kaum übernommen werden. Ich bin der Meinung, das das so nicht sein darf.