Meine Geschichte

Viele Jahre lang lag die "eine Ursache" für meine Beschwerden wie unter einem Schleier vergraben. In 2011 sollte ich durch weitere eingehende Recherchen meiner Befunde und Fachliteratur eine andere, seit Jahren unerkannte Ursache, herausfinden. Hier galt es Symptome fein zu differenzieren, wozu wohl kein Arzt Zeit gehabt hätte. Dazu werde ich später berichten, da ich mich hier vorrangig mit dem sexuellen Missbrauch und den Folgen beschäftige. Das alles am Ende letzlich doch irgendwie zusammenhängt, lässt sich dann nach jahrelangen Recherchen erkennen. Eine weitere prägnante Ursache, an der ich gerade intensiv forsche, die jedoch nichts mit dem Missbrauch zu tun hat, führte dazu, dass ich sämtliche Symptome weiter eingehend zu studieren begann und diese festhielt, da in 2011 neue nicht zu erklärende Erkrankungen hinzukamen. Doch dieses Thema ist für diese Petition nicht relevant. Eins steht jedoch fest, dass entweder psychische Erkrankungen nicht erkannt werden und unbehandelt bleiben, die wie in diesem Fall schwerwiegend sein können, oder umgedreht, dass organische Leiden nicht erkannt werden, und ebenfalls über Jahre nicht behandelt werden, oder es ist beides möglich. Im Jahr 1988 begann mein
jahrelanger Hürdenlauf durch das Gesundheitssystem, wo ich Ärzte,
Therapeuten, Psychiater und Gutachter aufsuchte, weil sich unerklärliche
Beschwerden einstellten. Erst im Alter von 35 Jahren habe ich das erste
Mal von dem Missbrauch erfahren, aber erst nach weiteren vier Jahren,
nachdem das Trauma ausbrach, erfuhr ich aus den medizinischen
Unterlagen, dass der sexuelle Missbrauch bereits im Jahr 1996 unter
Verdacht gestellt wurde. Die Ursache meiner langjährigen Beschwerden
wurde mir also somit verschwiegen. Eine Aufklärung fehlte fast in
sämtlichen Behandlungen. Ich habe danach weitere gravierende und
unsachgemäße Behandlungen, Patientenrechtsverletzungen, sowie Missstände
im Gesundheitssystem erlebt. Erneute Traumatisierungen und emotionalen
Missbrauch durch Mediziner nehme ich nicht mehr hin und wehre mich heute
dagegen.
Es ist für mich erstaunlich über wie viele Kräfte und Ressourcen ein Mensch verfügen kann. Meine Krankenkasse die DAK gab mir keine adäquate Unterstützung in diesem Bereich. Es ist für mich umso erstaunlicher, wie ich es in der akuten Phase aus eigener Kraft im Sinne der Gottes gebenden Natur schaffen konnte (nach insges. fast zwei Jahren Kampf konnte ich nun über eine Klage am SG eine Kur erhalten, die ebenfalls den Schwerpunkt Trauma hat, was ungeheuerlich ist, weil das so nicht sein dürfte). Das heißt jedoch nicht, dass ich es geschafft hätte mein Trauma zu verarbeiten, denn die Wunde bleibt und die Erinnerungen sollten erst noch kommen.
Ein Mensch der in akuter Not ist braucht Hilfe! Ich werde, so wie viele Betroffene, noch viele Hürden nehmen müssen und nehme auch dabei Hilfe an, wenn Sie nach dem ärztlich/therapeutischen Gelöbnis stattfindet. Die Diagnosen PTBS, eine mnestische Störung (dissoziative Amnesie) und eine Somatisierungsstörung treffen zu und wurden
heute diagnostiziert.Zuvor wurden im Laufe der chaotischen Behandlungen weitere Diagnosen gestellt, die nicht annähernd zutrafen, da gründliche Differentialdiagnosen ausblieben. Normalerweise wäre eine andauernde Belastungsstörung zu diagnostizieren, da die Taten schon solange zurückliegen, also eine komplexe Belastungsstörung, jedoch werde ich in meinem Buch beschreiben, warum diese Belastung nicht andauernd war, obwohl PTBS Symptome bis heute anhalten. Ich sehe den Einsatz für viele Betroffene der Diagnose "chronifizierte Belastungsstörung" einiger Autoren als zutreffend an, plädiere aber auf der organischen Ebene unbedingt ebenfalls effizienter zu untersuchen, um andere Krankheiten ausschließen zu können. Hätte ich dies in der nachfolgenden Zeit nicht selbst in die Hand genommen, hätte mir kein Arzt von sich aus den Aufschluss darüber erbringen können, was wünschenswert wäre. Zu den anderen Diagnosen werde ich mich später äußern.
Berufliche Laufbahn
Meinen früheren Beruf als Krankenschwester (Ausbildung in der Psychiatrie) musste ich aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Erst durch eine Kunsttherapie in einer Fachklinik habe ich meine Talente und Fähigkeiten im künstlerischen Bereich entdeckt. So war ich zunächst Autodidaktin und habe in einem Kunstmuseum gearbeitet, sowie zahlreiche Ausstellungen, Projekte, Malkurse für Kinder und auch Lesungen durchgeführt. Meine spätere Arbeit in einem Fachkopiergeschäft ermöglichte mir an einer Fernhochschule Hamburg Zeichnen & Malen zu studieren. Mein Interesse an der Bildenden Kunst konnte ich, nach einem langen Kampf mit der DRV Bund, durch einen Studiengang Malerei & Zeichnen an einer privaten Kunstakademie verwirklichen. Diesen Studiengang habe ich jedoch nicht beendet und habe dann für einige Monate einen freiwilligen Arbeitsaufenthalt in Südtirol absolviert, wo ich die Führung eines Bergbauernhofs übernommen habe. Nach Deutschland zurückgekehrt habe ich erneut für meinen beruflichen Werdegang als Künstlerin gekämpft, neue Werke geschaffen und mich ehrenamtlich an einem Gymnasium als Elternbeiratsvorsitzende engagiert. Ende 2005 zogen wir dann nach Berlin um. Im Jahr 2006 habe ich mein Wissen mit sämtlichen Seminaren erweitert. In 2003 erfuhr ich das erste Mal von dem Missbrauch im Kindes- und Jugendalter und verdrängte diese Tatsache drei Jahre lang. Erst im Jahr 2007 brach dann das Trauma aus. Aufgrund sämtlicher Fehlbehandlungen begann ich mich das erste Mal selbstkritisch mit dem Thema auseinanderzusetzen und somit hatte sich mein Berufswunsch in Richtung Kunstpädagogik/Kunsttherapie, sowie Fachberatung für Psychotraumatologie entwickelt. Nach einem weiteren langen Kampf konnte ich den Studiengang Kunstpädagogik/Kunsttherapie über den DRV Bund vor dem Sozialgericht Berlin durchsetzen, habe diesen aber nicht beendet, da nachfolgend die staatliche Anerkennung fehlte, dass heißt nun weiterstreiten. Dies ist einer der langjährigen Folgen, dass man versucht das nachzuholen, was gesunde Menschen in jungen Jahren tun konnten und einem dabei mehr Steine in den Weg gelegt werden, anstatt adäquate Hilfe zu erhalten. Privat habe ich mich bis heute sehr oft sozial eingemischt und engagiert, dabei auch schon Tiere und Menschen gerettet.
Stellen, die eigentlich für Schwerbehinderte zuständig sein sollten, wie BAG, der Landesbehindertenbeauftragte in Berlin oder die Regierung (Beauftragter Herr Hüppe), sehen hier wenig Anlaß für konkrete Hilfestellungen.
Nach meiner Kur in Oberstdorf öffnete sich eine Tür auf meinem Weg hin zur TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und anderen energetischen Methoden, so dass ich spürte, dass dies der richtige Weg für mich ist. Vielen Dank an das Haus Hohes L