Mein Glaube

 

Mein Konfirmationspsalm

Psalm 23

Ein Psalm Davids.

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Als im Jahr 2007 das lang zurückliegende Trauma ausbrach und ich keine wirklich ethisch, aufrechte Hilfe fand, hat mir mein Glauben an Jesus das Überleben ermöglicht.

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Jesus als Heiler

Die göttliche Kraft, die Jesus zugeschrieben wird, wird in den Evangelien durch zahlreiche Heilungen und andere Wunder illustriert. Jesus heilt Aussätzige, die Schwiegermutter des Petrus, Blinde, Taubstumme und andere Kranke. In vielen Fällen legt er dazu die Hand auf, doch auch eine Fernheilung wird dokumentiert. Manchmal wird auch eine schrittweise Heilung angenommen, ähnlich wie bei einem Arzt.

Damit ein Kranker geheilt wird, muss er glauben. Wer stark im Glauben ist, darf auch auf eine Genesung hoffen. Dieses Motiv ist bei fast allen Heilwundern zu finden. Der pädagogische Charakter ist offensichtlich. Christen sollen nicht zweifeln, sondern einen möglichst starken Glauben ausbilden.

Im Mittelalter wurde daraus die Idee entwickelt, dass Krankheit die Folge von schwachem Glaube sei. Diese Umkehrung des ursprünglichen Gedankens ist auch heute noch bei Christen zu finden. Das Gesundbeten, das in einigen Freikirchen praktiziert wird, ist direkt abgeleitet von dieser Vorstellung.

Etwas weitergehend ist die Annahme, dass es Orte gibt, an denen Gott wirkt. Einer der berühmtesten Wallfahrtsstätten ist z.B. Lourdes. Dorthin pilgern Kranke, um Heilung zu erfahren. Die zahlreichen Wunder, von denen berichtet wird, genügen vielleicht nicht wissenschaftlichen Kriterien, aber ihre Existenz lässt sich in der christlichen Anschauung mit dem Verweis auf die Heiltätigkeit Jesu erklären. Wenn Jesus als Gottes Sohn Kranke geheilt hat, dann kann Gott dies selbstverständlich auch tun.

In den Evangelien geschehen die Heilwunder Jesu übrigens fast immer ohne besondere Voraussetzung. Jesus fragt die Kranken nicht nach ihrem Glauben und bringt die Krankheit auch nicht in einen Zusammenhang mit begangenen Sünden. Die Heilung ist in der Regel nicht an Bedingungen geknüpft. Sie geschieht, weil Jesus seinen Anhängern zeigen möchte, dass Gott mit ihm ist. Die Außenwirkung ist letztlich wichtiger als die Heilung selbst. Sie kann als symbolische Handlung verstanden werden, die Zweifler verstummen lassen soll. Auch unter Jesus Gefolgschaft gab es Leute, die nicht sicher waren, ob es sich bei ihrem Anführer tatsächlich um Gottes Sohn handelte.

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